Der Besucherandrang am e-handwerklichen Gemeinschaftsstand war groß. Auch waren hier so viele Politiker/-innen zu Gast wie nie zuvor.
Knapp 145.000 Besucher/-innen verzeichnete die Light + Building 2026. Die Hersteller freuten sich in diesem Jahr insbesondere über die hohe Qualität der Messegäste. Das beweist: Das Interesse an innovativen Technologien für das Gebäude und die Energieversorgung der Zukunft ist riesig. Auch die E-Handwerke ziehen eine positive Bilanz: Die Ausrichtung des Auftritts auf Digitalisierung und Nachwuchsförderung kam sehr gut an, der Besucherandrang war groß. Erfreulich: Noch nie waren am Gemeinschaftsstand so viele Politiker/-innen zu Gast.
Trotz Iran-, Ukraine-Krieg, Wirtschaftskrise und ungeachtet des unklaren Energiewendekurses der Bundesregierung: Die Stimmung auf der diesjährigen Light + Building (08. – 13.03.) war von Optimismus geprägt. So zeigten sich insbesondere die Hersteller mehr als zufrieden mit den Ergebnissen. Und das, obwohl Einschränkungen im internationalen Flugverkehr sowie die aktuelle geopolitische Lage im Nahen Osten mit temporären Ausfällen wichtiger Flugdrehkreuze dazu führten, dass nicht alle Besucher wie geplant anreisen konnten.
Den Messegästen aus 143 Ländern präsentierte die Elektroindustrie im Bereich der Gebäudeautomation eine inspirierende Vorschau auf modulare und skalierbare Lösungen für das Gebäude der Zukunft, bei dem digitale Planungs- und Bedienkonzepte sowie multifunktionale Interfaces eine ebenso große Rolle spielen wie der nachhaltige Umgang mit Energie. Ein Angebot, das nicht nur bei den Messegästen gut ankam, sondern auch das klare Bekenntnis der E-Branche zur Energiewende widerspiegelt.
„Über alle Hallen hinweg waren Lösungen zu sehen, die auf die Themen ,Energieeffizienz‘ und ,Gebäude der Zukunft‘ einzahlen“, so Alexander Neuhäuser, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH): „Damit beweist die E-Branche nicht nur ihr hohes Innovationspotential, sondern auch, dass sie zur Energiewende steht und gewillt ist, diese fortzusetzen – notfalls auch ohne Unterstützung der Bundesregierung.“
Mitmachaktionen als Attraktion
Die Elektrohandwerke, die mit ihrem Gemeinschaftsstand wieder in Halle 11.0 vertreten waren und in diesem Jahr einen Schwerpunkt auf „Digitalisierung“ und „Nachwuchsförderung“ gelegt hatten, ziehen ebenfalls eine mehr als positive Messebilanz. Am Stand herrschte über sechs Tage hinweg hoher Betrieb, wozu sicher auch die vielen Mitmachangebote, die Vernetzung mit dem Power Festival und nicht zuletzt das Angebot, eine Fahrt im E-Zubis-Ballon zu gewinnen, beitrugen. Auch das E-Haus, durch das erstmals junge Gebäudesystemintegrator/-innen führten, erwies sich wieder einmal als Besuchermagnet, das sogar das Drehteam des ZDF-Mittagsmagazins und den Hessischen Rundfunk anzog.
Politiker/-innen informierten sich am Gemeinschaftsstand der E-Handwerke
Waren Christian Pegel, Minister für Inneres, Bau und Digitalisierung des Landes Mecklenburg-Vorpommern, und Kaweh Mansoori, Hessischer Staatsminister und Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum, gleich am ersten Eröffnungstag (08.03.) zu Gast am Gemeinschaftsstand der E-Handwerke, so ließen sich am Messemontag (09.03.) mit Tarek Al-Wazir (bis 2024 Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen und heute Vorsitzender des Verkehrsausschusses im Bundestag) und Armand Zorn (Abgeordneter der SPD im Deutschen Bundestag und stellvertretender Fraktionsvorsitzender) zwei weitere Vertreter aus der Politik durch das E-Haus führen.
Während sich Al-Wazir anschließend Zeit für ein Treffen mit der „Taskforce Gebäudetechnik“ nahm, ließ sich Zorn das Förderprojekt Construct-X und den Digitalen Produktpass (DPP) erklären. Zeit für eine Stippvisite nahmen sich außerdem Petra Dick-Walther (Staatssekretärin im rheinland-pfälzischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau), Martina Giesler (Leiterin des Referats VII B 1 – Handwerks-, Industrie- und Handelskammern im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie / BMWE), Abgesandte von Bündnis 90/Die Grünen im hessischen Landtag sowie Jürgen Barke (saarländischer Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie), ein gern gesehener Gast bei Veranstaltungen der E-Handwerke. Ebenfalls zu Gast am E-Handwerke-Stand und im E-Haus: eine Delegation des Bundeswirtschaftsministeriums mit Stephanie von Ahlefeldt (Leiterin Abteilung III „Energiepolitik – Strom und Netze“ sowie des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB)).
Digitalisierung „das“ Thema der Weltleitmesse 2026
Am Thema „Digitalisierung“ führte auch bei den E-Handwerken kein Weg vorbei. So konnte an den neu eingeführten „Aktionstischen“ ein Demonstrator der DKE zum Digitalen Produktpass (DPP) in Form eines „Serious Game“ getestet werden. Einen Tisch weiter führte KNX spielerisch ans Thema „Datenverarbeitung mit ETS“ heran. Beim bauwirtschaftlichen Förderprojekt „Construct-X“ wiederum ging es darum, sich mit den Themen „Datenraum“ und „DPP“ auseinanderzusetzen und einen „Digitalen Projektordner“ (DPO) zu einem zuvor individuell konfigurierten Schaltschrank zu erstellen – als Belohnung winkte eine Fahrt im E-Zubis-Ballon. Für E-Handwerker besonders interessant: das Thema „Baufortschrittskontrolle“. Die Hersteller interessierten sich speziell für den medienbruchfreien Produktdatenaustausch. Darum ging es auch am Stand des e-handwerklichen Start-ups MDA, dessen neues Ausschreibungstool GAEB.ai sich ebenfalls großer Nachfrage erfreute.
Treffpunkt für den Nachwuchs: die E-Zubis-Corner
Großes Interesse weckte zudem das Angebot in der E-Zubis-Corner. Hier programmierten Schüler/-innen der Heinrich-Hertz-Schule aus Karlsruhe Anwendungen aus dem E-Haus. Ein Angebot, das nicht nur beim e-handwerklichen Nachwuchs ankam, der vom Power Festival zum Stand der E-Handwerke strömte, sondern auch E-Influencer Gerhard Atzberger anzog.
Neue E-Markenpartner und Kick-off von „ElektroHeldinnen“ und „CraftForward“
Großer Andrang herrschte am E-Handwerke-Stand zudem zum Kick-off der Initiative „ElektroHeldinnen“ am Weltfrauentag (08.03. s. gesonderte Pressemitteilung vom 12.03.), bei der der ZVEH als eines der Gründungsmitglieder als Gastgeber fungierte. Darüber hinaus bot der E-Handwerke-Stand die passende Kulisse für den Kick-off des Förderprojekts CraftForward (10.03. s. gesonderte Pressemitteilung vom 10.03.) – auch hier steht der DPP im Vordergrund – sowie die Unterzeichnung der E-Markenverträge durch die drei neuen E-Markenpartner OPPLE Lighting, WSCAD und RED CAD.
Trotz aller Neuheiten: Auch bewährte Formate wie das Architektenforum am Messedonnerstag (12.03.) zog wieder viele Besucher/-innen an. Mehr als 300 Architekt/-innen und Planer/-innen informierten sich unter dem Motto „Licht, Leben, Zukunft“ über Innovationen aus dem Licht- und Beleuchtungsbereich. Als Klassiker im Light + Building-Programm der E-Handwerke zog zudem der Partnertreff am Montagabend (09.03.) wieder alles an, was in der E-Branche Rang und Namen hat.
„Die E-Branche befindet sich im Wandel. Die diesjährige Light + Building hat gezeigt, dass der dreistufige Vertrieb sich der Herausforderungen, die Digitalisierung und neue Plattformmodelle mit sich bringen, bewusst ist und gemeinsam mit der für unsere Branche hohen Innovationskraft an Lösungen arbeitet“, so das Resümee von ZVEH-Hauptgeschäftsführer Alexander Neuhäuser. „Ein ganz zentrales Thema dieser von einer inspirierenden Dynamik geprägten Messe war für mich das Thema ,Datenräume‘. Die Weltleitmesse fungiert hier als wichtiger Katalysator und sie fördert die Bildung richtungsweisender Allianzen.“
Die nächste Light + Building findet vom 5. bis 10. März 2028 statt.
Quelle: ZVEH
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